
Frida Kahlo
Geliebter Doctorcito
Briefe an Dr. Leo Eloesser
Mit einem Vorwort von Carlos Monsiváis
Aus dem Spanischen und Englischen von Lisa Grüneisen
und Jochen Staebel
160 Seiten, 21 Farbabbildungen
Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
€ 17,80 sFr 29,30
ISBN 978-3-86555-071-2
Einmal mehr ist die mexikanische Malerin Frida Kahlo hier als passionierte Briefeschreiberin zu erleben. Nach ihren Liebesbriefen (Dir sende ich mein ganzes Herz) und den von Raquel Tibol zusammengetragenen Briefen und Schriften (Jetzt, wo Du mich verläßt, liebe ich Dich mehr denn je) lernen wir sie in der Korrespondenz mit ihrem Arzt und Freund Leo Eloesser als ebenso wortgewandte wie willensstarke Frau kennen, der es um nichts als die Wahrheit geht – die Wahrheit über ihren Körper und ihre Seele.
Nur einer einzigen Person vertraute Frida Kahlo in größter Offenheit ihre intimsten Hoffnungen und Ängste an: Ihrem Arzt Dr. Leo Eloesser. Ihr „liebster Doctorcito“ wurde um Rat gebeten in medizinischen, lebenspraktischen, künstlerischen und politischen Dingen. Fridas Briefe an ihn sind das berührende Dokument einer lebenslangen Freundschaft.
Dr. Leo Eloesser (1881–1976) war Leiter der Chirurgie an der kalifornischen Stanford University und spezialisiert auf Knochenchirurgie. Seit Frida Kahlo ihn erstmals 1930 aufsuchte, wurde er ihr wichtigster Arzt – und lebenslang einer der engsten Freunde.
Radikal offen, aber nie ohne Ironie, fordernd, aber immer charmant, offenbart Frida sich in ihren Briefen an ihn. Sie bombardiert ihn regelrecht mit Fragen, bei denen es nicht immer um Medizinisches, aber immer um Existentielles geht: sei es um ihren unerfüllt gebliebenen Kinderwunsch, ihre furiosen Auseinandersetzungen mit ihrem Mann Diego Rivera, den sie mal vergötterte, mal verdammte – oder um ihren Einsatz gegen den europäischen Faschismus. Genau wie ihre Gemälde, auf denen sie ihren geschundenen Körper immer wieder neu inszeniert, zeigen diese Briefe die Künstlerin so, wie sie war: schonungslos mit sich und anderen und dabei grenzenlos liebesfähig.
„Armes Doktorchen! Sie müssen sich fühlen, als ob ein Zeitungsreporter Sie ausquetscht, aber ich flehe Sie an, diesem nervigen Mädchen zu verzeihen, weil es Sie so sehr liebt und alles glaubt, was Sie sagen.“