SchimerGraf Verlag

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Anja Sicking
Die Magd des Monsieur de Malapert

Roman
Aus dem Niederländischen von Barbara Heller
Titel der Originalausgabe: De stomme zonde
Umschlaggestaltung unter Verwendung des Gemäldes
Les repasseusses (Ausschnitt, 1883) von Marie Petiet
Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
240 Seiten, € 4,95
ISBN 978-3-86555-020-0


       

"Ich malte mir Dinge aus, die in der Wirklichkeit unmöglich gewesen wären."

Die neue Entdeckung aus den Niederlanden:
Streng, atmosphärisch dicht und verhalten sinnlich schildert diese Geschichte einer Dienstmagd einen historisch authentischen Skandal im Amsterdam des 18. Jahrhunderts. Ohne es zu wollen, entdeckt Anna eines Tages das unaussprechliche Geheimnis ihres Herrn und wird damit indirekt zur Komplizin.


"Ende Dezember lag morgens eine hauchdünne Eisschicht auf dem Wasser in der Kanne, die in meiner Kammer stand...Doch ohne daß ich etwas gesagt hatte, legte Monsieur an diesem Tag zwei zusätzliche Decken auf mein Bett. Er schien nachts genauso zu frieren wie ich." Amsterdam, 1725. Bei einem Brand in ihrem Elternhaus haben Anna und ihre Schwester Suzanne alles verloren. Anna findet eine Anstellung bei dem eleganten, scheuen Musikalienhändler Monsieur de Malapert. Voller Pflichtbewußtsein bemüht sie sich, ihren Aufgaben als Magd perfekt nachzukommen, hofft aber insgeheim, daß sie eines Tages erkannt wird als diejenige, die sie standesmäßig wirklich ist. Immerhin kann sie lesen und schreiben...Sie ist zunehmend fasziniert von Malapert, der seinerseits, versunken in seine Partituren, Anna gar nicht wahrzunehmen scheint. Annas Phantasien über die unbekannte Seite ihres Dienstherrn blühen auf und sie versteigt sich in Hoffnungen...bis sie schließlich das wahre Geheimnis Malaperts entdeckt.

"Weißt Du noch, wie wir am Neujahrstag einmal am See entlang in den Wald gegangen sind? Es war kalt, und in der dicken Eisschicht war ein Vogel festgefroren, der so aussah, als wollte er jeden Moment wegfliegen. Ich verstehe jetzt erst, warum mich das Bild damals so getroffen hat."

Pressestimmen:

"Erschreckend detailliert und spannend zu lesen, schildert Sicking vor der Kulisse eines authentischen Skandals ... die damaligen Vorstellungen von Moral und Sexualität"
KulturSPIEGEL

"dicht und gut geschrieben, feinfühlig und trotzdem nicht kompliziert - ein ausgezeichnetes Buch zum Verschenken." Bücherpick

"Wer dieses Buch liest, fühlt sich, als sei er unversehens in ein Vermeer-Gemälde geraten... Anja Sickings Roman spielt zwar nicht zu Zeiten Vermeers, sondern im Jahr 1729, aber sie schreibt mit der sinnlichen Kraft des Genrebildmeisters... Der aufrichtige Ton ihrer Ich-Erzählerin nimmt für dieses Buch ebenso ein wie die kluge Dramaturgie ihrer Geschichte."
Lesart

Ein "Roman über unterdrückte Gefühle und verbotene Leideschaften ... Anja Sicking erzählt sensibel und anrührend die Geschichte einer Dienstmagd, die ihre Träume verliert, weil sie Komplizin und Zeugin wird." Ostthüringer Zeitung

"wie ein Blick durch ein Guckloch in die damalige Zeit"
kulturkueche.de


Zur Autorin Anja Sicking

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