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Qian Zhongshu
Die umzingelte Festung
Ein chinesischer Gesellschaftsroman
Aus dem Chinesischen von Monika Motsch und Jerome Shih
Mit einem Nachwort von Monika Motsch
Titel der Originalausgabe: Weicheng
Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
544 Seiten, € 25,80 sFr 49,-





„Die moderne chinesische Literatur hat zahlreiche Diamanten in ihrer Schatulle: Qian Zhongshus Umzingelte Festung ist ohne Zweifel einer der schönsten.“ Michael Müller, Frankfurter Allgemeine Zeitung 

„Weltliteratur aus dem Reich der Mitte“ Tilman Spengler

Der Klassiker der modernen chinesischen Literatur aus aktuellem Anlass nun wieder auf Deutsch.

Bummelstudent Fang hat in Europa reichlich westliche Lebensart studiert, die er nun nach China importiert. Beim Versuch,  erotisch und beruflich Fuß zu fassen, gerät er in die Fallstricke einer Gesellschaft im Übergang, bei der sich traditionelle chinesische und moderne westliche Vorstellungen in tragikomischem Konflikt befinden. 
Juli 1937: Als der junge Fang, akademisch unbedarfter Student westlicher Lebensart in Paris, erfährt, daß er durch einen glücklichen Umstand nun doch erst mal Junggeselle bleibt (seine in Shanghai auf ihn wartende Verlobte verstarb überraschend), kann er sich fast beruhigt zurück nach China einschiffen. Auch sein erschwindelter deutscher Doktortitel wird ihm zu Hause sicher mehr nützen als schaden. Aber schon die Schiffsreise erweist sich als Herausforderung an Fangs Widerstandskräfte: das schöne Fräulein Su und das Früchtchen Fräulein Bao setzen ihm gleichermaßen zu.
Fangs konservativ-konfuzianisches Elternhaus und das neureiche Haus seiner Beinahe-Schwiegereltern sind nur erste Anlaufstellen. Nach beträchtlichen Irrungen und Wirrungen sentimentaler wie beruflicher Art landet Fang an der neu gegründeten Sanlü-Universität im Landesinneren: und das ausgerechnet als Logikprofessor. Es dauert auch jetzt wieder, bis der Groschen fällt, und Fang die Absichten seiner Kollegin Sun erkennt, aber am Ende läuft er tatsächlich in den Hafen der Ehe ein…

Erstmals 1946 als Fortsetzungsroman in China erschienen und während der Kulturrevolution verboten, erlangte das Buch nach seiner Neuauflage 1980 Weltruhm. Seither gilt dieser brillante, witzige, vor Bildern und Metaphern überbordende Schelmenroman als ein Ausnahmewerk: Denn er schildert auf einzigartige Weise die chinesische Gesellschaft im Übergang, in einer Zwischenstellung zwischen Tradition und Moderne, zwischen China und dem Westen.

Pressestimmen:

"Ein Meisterwerk." Le Monde, 1987

"Qians Roman ist voll von witzigen und exquisiten Metaphern, die er aus seiner stupenden Kenntnis der Weltliteratur schöpft, wie überhaupt "Die umzingelte Festung" ein großes Dokument literarischer Weltklugheit ist, das auf den heutigen Leser taufrisch wirkt wie am ersten Tag." Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung

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