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Mario Calabresi
Der blaue Cinquecento.
Geschichte meiner Familie im Schatten des Terrorismus


Aus dem Italienischen von Michaela Wunderle
978-3-86555-052-1
224 Seiten
€ 17,80


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„Dies ist ein Buch über die Liebe. Über die Liebe zum Leben.“
Gemma Capra, verwitwete Calabresi

Mario Calabresi war zwei Jahre alt, als sein Vater von Linksterroristen ermordet wurde. Heute ist er Korrespondent von La Repubblica in New York. In seinem Bestseller schildert er, beispielhaft an seiner Familie, die Seite der hinterbliebenen Opfer: der Kinder und jungen Witwen. Es ist ein Bekenntnis zum Leben, zur Versöhnung, aber auch zur Richtigstellung der Erinnerung.

„Um 9.15 Uhr wurde mein Vater erschossen, als er gerade die Tür des blauen Cinquecento meiner Mutter öffnete.“
Eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern, die ein drittes erwartet, ist plötzlich allein. Ihr Zweitgeborener war damals, im Mai 1972, gerade zwei Jahre alt. Heute lebt Mario Calabresi als Journalist in New York und ist einer der ersten, der die Stimme erhebt, leise, sehr persönlich und daher um so eindringlicher. Er schildert, wie der Tod seines Vaters systematisch geplant und angekündigt wurde, wie er als Kind Verleumdungen ausgesetzt war und bis heute darauf hofft, daß der Staat einen Ort des Gedenkens an all die vielen Toten der „anni di piombo“ – der bleiernen Zeit - schafft. 
Allein im Jahr 1977 gab es in Italien 42 Morde und 2128 politische Attentate. All denen, die sprachlos geblieben sind und von denen nie die Rede war, den Familienangehörigen der Opfer, verleiht Mario Calabresi stellvertretend seine Stimme. Er zeigt, daß man nur vergessen kann, wenn man die Erinnerung wachhält, berichtigt, und versöhnlich nach vorne blickt.

* über 200.000 verkaufte Exemplare in Italien

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