Rainer Werner Fassbinder
Im Land des Apfelbaums
Gedichte und Prosa aus den Kölner Jahren 1962/63
Herausgegeben von Juliane Lorenz und Daniel Kletke
Umschlagfoto: Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin
Leinen, mit Schutzumschlag und Lesebändchen
192 Seiten, mit Faksimiles, € 4,95
ISBN 978-3-86555-019-4
Rainer Werner Fassbinder, einer der raren deutschen Weltstars, wäre am 31. Mai 2005 sechzig Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß sind erstmals die Gedichte und Prosastücke, die er als Siebzehnjähriger im Kölner „Exil“ geschrieben hat, erschienen: eindrucksvolle, berührende Dokumente eines frühreifen Genies.
„Mou, am 9.6.63 in der Morgendämmerung. Die Verse sagen alle nichts Neues. Noch nicht.“ Fassbinder hat früh erkannt, daß er als Künstler ausdrücken muß, was für ihn anders nicht mitzuteilen ist. Seine ersten Gedichte, sein „Traum vom Hang nach Oben“, selbstbewußt, lässig und doch unendlich empfindsam, geben ein eindrucksvolles Zeugnis davon ab. Entstanden in den Jahren 1962/63 in Köln, wo er bei seinem Vater lebte und das Abendgymnasium besuchte, verweisen diese Texte schon auf den ganzen schmerzensreichen Kosmos, auf all seine späteren Themen.
Mit Filmen wie Katzelmacher und Angst essen Seele auf wichtigster Vertreter der deutschen Kino-Avantgarde, erlangte Fassbinder Weltruhm mit Effi Briest, Die Ehe der Maria Braun oder Lili Marleen. Die schöpferische Ausdruckskraft, von der er beseelt war, seine Hingabe und Detailversessenheit zeigt sich jedoch bereits in diesem allerersten, jetzt vorliegenden Werk.
Pressestimmen:
„Aufschlußreich und anrührend“
Der Spiegel
„Kreative Energie und eine unersättliche Gier nach Intensität zeichnen diese frühen Dokumente der Empfindsamkeit aus.“
Stuttgarter Zeitung
„Groß!“ GQ
„Eindrucksvoll deuten die frühen Texte den schmerzensreichen Kosmos seiner späteren Themen und sein künstlerisches Selbstverständnis an.“
Nordkurier
„ein lohnendes, auch anrührendes Vergnügen“
Kölner Stadtanzeiger
„Dieses Buch macht erneut darauf aufmerksam, wie sehr seine Stimme der Gegenwartskunst fehlt.“ profil
„Dieser literarische Fassbinder ist eine Entdeckung – vor allem für diejenigen, die meinen, den Menschen Fassbinder schon bestens zu kennen.“
Münstersche Zeitung
„atmen [die Texte] bereits viel von jenem zugleich sozialkritischen, utopischen und verhalten schwärmerischen Geist, der ein halbes Jahrzehnt später Fassbinders erste Filme und Stücke auszeichnen wird.“
Die Welt
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