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Lydia Flem
Wie ich das Haus meiner Eltern leer räumte

Aus dem Französischen von Sigrid Vagt
Titel der Originalausgabe: Comment j’ai vidé la maison de mes parents
Umschlagphoto: Martin Rosswog, Unterbergscheid, Bergisches Land (Ausschnitt), 1991
128 Seiten, Euro 4,95
ISBN 978-3-86555-011-8

Ein universelles Thema – über das doch keiner spricht. Lydia Flem tut es, auf  humorvolle, poetische, sehr persönliche Weise. Nach dem Tod ihrer Mutter muß sie das Haus ihrer Eltern leer räumen und beschreibt dabei ihre gemischten Gefühle der Trauer und des Schuldbewußtseins, des Grolls und der Erleichterung.

Vor dieser Aufgabe wird, früher oder später, jeder einmal stehen: Das Haus der Eltern ausräumen, wenn diese plötzlich nicht mehr sind.
    Auf taktvolle und unsentimentale Weise geht Lydia Flem den widersprüchlichen Gefühlen nach, mit denen sie selbst sich  konfrontiert sieht: Als sie die Handtasche der Mutter ausräumen, den Wäscheschrank leeren, all die Papiere durchsehen muß, die nie für ihr Auge bestimmt waren. Und was soll mit den kunstvoll selbstgenähten Kleidern ihrer Mutter passieren, von denen jedes eine Geschichte erzählt? Soll sie sie  behalten, wegwerfen, verkaufen, verschenken?
    Lydia Flems Eltern gehörten einer Generation an, die sich von nichts trennen konnte, weil ihre eigene Jugend von Verlust und Entbehren bestimmt war. Die Geschichte ihrer Familie, die nie erzählt wurde – die Großmutter kam in Auschwitz um, die Eltern überlebten deutsche Konzentrationslager – entdeckt die Autorin nun in den sorgsam gehüteten Gegenständen, die ihr Elternhaus füllen. Auf tröstliche Weise helfen sie ihr, mit diesem Gefühlsgemisch aus plötzlicher Freiheit, Verlassenheit und endgültigem Erwachsensein umzugehen.


Pressestimmen:

"Flems Buch ist keine Erzählung, der Text schwingt zwischen Bericht und Essay ... Sie liefert einen Text, der ... eindrücklich von einem Schweigen berichtet, das unendlich wäre, wenn die Dinge nicht zu sprechen wüßten."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Sehr persönlich beschreibt Lydia Flem ihren Umgang mit Trauer und Wut. Am Ende ist es sogar erleichternd." Glamour

„Flems sehr persönliche Reflexionen über das Erben, das Leeren und das Trauern überzeugen durch eine schlichte, zugleich aber auch poetische und bildhafte Sprache.“
lesart

„sehr bewegend und ehrlich“
Ostthüringer Zeitung

„Dieses Buch berührt, weil es uns allen aus der Seele spricht.“
Livre Hebdo

„Schmerzlich, klar, sehr bewegend.“
France Soir

 „Lydia Flem hat aufgeschrieben, was niemand je aussprechen kann, und die Freiheit, die sie sich dabei genommen hat, gibt sie damit vielen anderen.“ 
Le Monde

Zur Autorin Lydia Flem

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