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Romain Gary
Das Gewitter

Erzählungen
Aus dem Französischen von Carina von Enzenberg u.a.
Titel der Originalausgabe: L’orage
Umschlag unter Verwendung eines Film Stills aus La femme mariée von Jean-Luc Godard, 1964
208 Seiten
Euro 17,80 sFr 31,-
ISBN 978-3-86555-034-7


SWR Bestenliste Februar 2007


Romain Gary – das schillernde Chamäleon der Literatur des 20. Jahrhunderts


Vor 25 Jahren starb in Paris einer der berühmtesten, erfolgreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: Romain Gary. Aus diesem Anlaß erscheinen erstmals einige seiner schönsten und bisher noch nie veröffentlichten Erzählungen. Erzählungen, bei denen die großen Themen Romain Garys zentral sind – die des Doppel-Ich, der Flucht und des Selbstmords, der ewigen Verschränkung von Liebe und Tod.


„Und Sie, sind Sie verheiratet?“
Ich holte aus meiner Brieftasche das Foto einer entzückenden Frau, mit jungem Gesicht unter weißen Haaren, und zeigte es ihr. Ich hatte mich in dieses Gesicht ungefähr vor fünf Jahren verliebt und hatte es aus einer Zeitschrift ausgeschnitten. Eine Reklame für einen Kühlschrank. Ich trug dieses Photo immer bei mir. Es war die gelungenste Beziehung, die ich jemals in meinem Leben mit einer Frau hatte.
„Sie sieht sehr schön aus“, sagte das Mädchen zu mir. „Bestimmt sind Sie unheimlich glücklich. Haben Sie Kinder?“
„Ich habe eine Tochter, die ist mit einem Schafszüchter in Australien verheiratet. Wenn man keine Tochter hat, hindert einen nichts daran, sie mit einem australischen Schafszüchter zu verheiraten.“ 


Für alle Leser, die das facettenreiche Oeuvre Romain Garys kennenlernen möchten, ist dieser Band der richtige Einstieg:  die hier versammelten Erzählungen aus den Jahren 1935 bis 1970, die Romain Gary teils auf französisch, teils auf englisch schrieb, enthalten im Kern die Themen, die seine berühmten Romane Die Wurzeln des Himmels, Erste Liebe- letzte Liebe, und als Emile Ajar, Du hast das Leben noch vor dir schildern.

Leseprobe


Pressestimmen:

"Romain Gary hat stets für traditionelle, prämoderne Erzählweisen plädiert, und die hier versammelten Geschichten zeigen wieder den Saft- und Kraftkerl der Literatur, der er einmal war; aber sie zeigen auch einen Autor, bei dem Schmerz und Moral untrennbar zum Schreiben gehörten."
Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur

„Eigentlich hätte eine so engagierte und temperamentvolle Literatur gar nicht von unseren Büchertischen verschwinden dürfen. Die Erzählungen im Band „Das Gewitter“ machen jedenfalls Appetit auf viel mehr und stehen ...am Beginn einer Gary-Renaissance.“
Harald Loch, General-Anzeiger


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