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Lena Gorelik
Meine weißen Nächte

Roman
Umschlagillustration: unter Verwendung eines Photos (1999) von Bettina Rheims. © Bettina Rheims 1999
288 Seiten, € 18,80 sFr 32,80
ISBN 978-3-86555-010-1

Ernst-Hoferichter-Preis 2009
für Lena Gorelik



In ihrem hinreißend komischen, leise melancholischen Debütroman erzählt die in Deutschland lebende Russin Lena Gorelik von den Irrungen und Wirrungen einer jungen Frau, die eigentlich damit ausgelastet wäre, sich zwischen ihrem Freund und ihrem Ex-Freund zu entscheiden – aber immer wieder von ihrer russischen Familie auf den Boden der Tatsachen geholt wird.

Was tun, wenn man eine sehr emotionale, sehr russische Mutter hat, die mindestens einmal täglich anruft, um sich zu erkundigen, ob man auch genug gegessen habe? Wenn man eine wunderbare, aber schrecklich vergessliche Großmutter hat, die nur in ihrer Sankt Petersburger Vergangenheit lebt? Und einen reizenden Bruder, der gerade beschlossen hat, sich dem Buddhismus zuzuwenden?
    Eigentlich wäre Anja schon damit ausgelastet, ihre Beziehung zu Jan auf die Reihe zu kriegen und sich vielleicht einen Job zu suchen. Aber Anjas Familie ist omnipräsent, auch wenn sie ein paar hundert Kilometer entfernt wohnt.
    Als eines Tages ihr Ex-Freund auftaucht und ihr einen Job in einem russischen Reisebüro vermittelt, wird sie schon wieder mit ihrer Herkunft konfrontiert. Und die Erinnerungen an ihre russische Kindheit, wo Kartoffeln mit Hering zum Frühstück der Inbegriff von Glück bedeutete, und später an das deutsche Wohnheim, wo die Tiefkühlpizza in Ermangelung eines Ofens auf dem Herd aufgewärmt wurde, sind wieder da. Mit einer doppelten Identität zu leben, erschöpft sich ganz offensichtlich nicht darin, seinen deutschen Freunden zu erklären, daß Puschkin nicht nur ein Wodka, sondern auch ein Dichter war.


Auszeichnungen:
Bayerischer Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur



Pressestimmen:

"Meine weißen Nächte von Lena Gorelik schildert in zahlreichen Anekdoten - ohne die Schrecklichkeiten zu verschweigen - amüsant die Eingewöhnung einer russischen Familie in die deutsche Übersichtlichkeit. Die Stärken des Buches liegen in dem fremden Blick auf Deutschland... Wir lernen, während wir fasziniert auf das Leben dieser jüdisch-russischen Familie blicken, mehr über das eigene Land, über uns als aus vielen anderen Büchern. So viel, dass wir es für ausgeschlossen halten, dass die Autorin - wie der Klappentext angibt - 1981 geboren ist. Unvorstellbar, dass eine junge Frau von nicht einmal 24 Jahren so klug, so souverän über ihre und unsere Welt schreiben kann."
Vom Nachttisch geräumt. Die Bücherkolumne. Von Arno Widmann (perlentaucher.de)

„Der beste neue Roman über Deutschland kommt von einer jungen Frau, die in Russland geboren ist ... Ein absolut hinreißendes Buch im deutschen Herbst.“ bücher

„Man erhält ein prägnantes Bild von Jugend und Familie in der Fremde, in der man sich bei ein wenig Glück selber erkennt.“  Neue Zürcher Zeitung

"Kaum 23 Jahre alt, schafft sie mit ihrem Schreibstil den Spagat zwischen witzig, nachdenklich und frisch." Kulturküche

„Das ist ziemlich komisch, sehr melancholisch und ohne jede Bitterkeit in einem charmanten Plauderton geschrieben.“ Glamour

„Lena Gorelik schreibt mit gewinnendem Humor, mit einer Mischung aus Leichtigkeit und Nachdenklichkeit, die man nicht lernen kann. In dem so geschichtsbelasteten Dreieck Jüdin, Russin, Deutsche schafft sie so etwas wie Normalität. Das wirkt nicht gezwungen, sondern wird mit dem Witz ihrer Einfälle beglaubigt, die dieses dreieckige Leben… bereithält.“
Jüdische Allgemeine

„Meine weißen Nächte beweist, daß junge deutsche Literatur sowohl Leichtigkeit als auch Tiefe besitzen kann. Ihre in zwei Ebenen aufgebaute Geschichte ist von pseudo-coolem Popliteratengeschwafel mindestens so weit entfernt wie das Hasenbergl von Grünwald, ihr Witz drängt sich nicht auf, ihre Melancholie wirkt authentisch.“ Süddeutsche Zeitung

„Goreliks Geschichten sind oft komisch, dabei von einer leisen Melancholie.“
Welt am Sonntag   

"Der äußerst lesenwerte Roman von Lena Gorelik gewährt uns einen interessanten Einblick in eine neue Welt - witzig und mit leiser Melancholie erzählt. Ein gelungenes Debüt!"
Asta Scheib, Frau im Leben

 „Ein humorvolles Stück über den Zusammenprall zweier Kulturen.“
Journal für die Frau

„Unbedingt lesen!“
Saarbrücker Zeitung


Zur Autorin Lena Gorelik
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