Lena Gorelik
Hochzeit in Jerusalem
Roman
Umschlag: Photographie aus The Wedding Album
(1992-2002) von Paris Petridis
Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
ISBN 978-3-86555-037-8
256 Seiten
Euro 18,80 sFr 32,80
Longlist Deutscher Buchpreis 2007
Ernst-Hoferichter-Preis 2009
für Lena Gorelik
"Ein brillanter kleiner Roman"Marion Löhndorf, NZZ
„Eine Mischung aus Leichtigkeit und Nachdenklichkeit,
die man nicht lernen kann.“ Jüdische Allgemeine
Anja, die russische Jüdin, die seit ihrer Kindheit in Deutschland lebt, fährt mit ihrem Freund Julian nach Israel, um ihm bei dessen Suche nach seinen Wurzeln zu helfen. Konfrontiert wird sie dabei nicht nur mit der Frage, was Jüdischsein in Deutschland heute bedeutet, sondern auch mit ihrer liebenswert-nervigen Familie, die einen guten Vorwand gefunden hat, sich der Reise spontan anzuschließen.
„Es ist nämlich so: Mein Bruder ist noch nicht verheiratet, obwohl er fast dreißig ist. Flüsternd erkundigen sich Tanten und Großtanten aus Russland, Israel, Amerika und sogar Australien, ob er denn nicht jemand Nettes...Nein, seufzt meine Mutter, er ist zu schüchtern. Sie findet, ich, seine Schwester, könne gefälligst behilflich sein. Mein Argument, daß ein erwachsener Mann sich nicht von seiner Schwester verkuppeln läßt, hält sie für nicht stichhaltig. Es mache sie traurig, daß mir meine Familie anscheinend egal ist...“ Eigentlich wollte Anja ihre Reise nach Israel mit ihrem neuen Freund Julian dazu nutzen, über ihre eigene dreigeteilte Identität nachzudenken und Julian zu helfen, seinen jüdischen Wurzeln auf die Spur zu kommen. Jedoch der spontane Entschluß ihrer Familie, die Hochzeit einer entfernten Cousine in Jerusalem zum Anlaß zu nehmen, sie zu begleiten, wirft noch ganz andere Themen auf. Zum Beispiel, wessen Hochzeit als nächstes gefeiert wird.
Leseprobe
Pressestimmen
"Mit dieser "Hochzeit in Jerusalem" legt Lena Gorelik einen der amüsantesten Romane dieses Jahres vor... Ein Roman voll mit Woody-Allen-Humor und dementsprechend komisch-absurden Situationen... Und nicht zuletzt ein Angebot von Lena Gorelik, ein so schwieriges und konfliktträchtiges Thema wie die Einwanderung russischer Juden in deutsche Gemeinden und ihre inzwischen prägende Alltagskultur mit einem lachenden Auge zu sehen. Lena Gorelik war für den Deutschen Buchpreis nominiert, ist nun aber nicht mehr in der Endrunde. Schade, sie hätte ihn verdient.!" Vladimir Balzer, Deutschlandradio
"Lena Gorelik knüpft mit Hochzeit in Jerusalem an ihr gelungenes Debüt an, nicht nur, was den Inhalt betrifft, sondern auch die erzählerische Qualität... Ein gewagtes, gewitztes und blitzgescheites Buch." Christine Diller, Münchner Merkur
"Man wünscht sich noch viele gleichwertige Romane aus ihrer Feder!" literature.de
"Die russische Jüdin Anja, die seit ihrer Kindheit in Deutshland lebt, fährt mit ihrem Freund Julian nach Israel, um ihm bei dessen Suche nach seinen Wurzeln zu helfen, doch dann gerät die Geschichte aus ihren Fugen,... Ein herrlich unterhaltsamer Roman, aber doch mit ernstem Hintergrund. Denn es geht auch um die Frage, was Jüdischsein heute in Deutschland bedeutet."
Ulrich Wickert in Wickerts Bücher (NDR Kultur)
"Lena Gorelik gelingt mit ihrem leichtfüßigen Humor eine Geschichte, die jedes Klischee, das ihr begegnet, ironisch zu wenden versteht." Silja Ukena, Kulturspiegel
"Ihr Roman ist eine kleine Weltreise durch das so vielfältige jüdische Leben der Gegenwart. Auf wunderbare Weise illustrierte Lena Gorelik, welche Herausforderung es ist, mit einer dreifachen Identität zu leben: Als Russin, als Deutsche und als Jüdin." Stefan Sprang, hr1 Kostbar
"Kaum jemand schafft es wie Lena Gorelik, eine Geschichte gleichzeitig peppig und nachdenklich zu schreiben, Emotionen hochgehen zu lassen, um kurz darauf einen supercoolen Abschluss einer Episode zu finden ... Alles wird gut am Ende oder zumindest so, dass man das Buch erfrischt, beglückt und bereichert um viele neue Details aus der russisch-jüdisch-deutsch-israelischen Familie Buchmann aus der Hand legt. Kaufen!"
Heidi Bühler-Naef, Schweizer Bibliotheksservice
"Mit nachdenklich stimmender Heiterkeit ..." dpa
"... die Geschichten aus Anjas Vergangenheit, die Geschichten ihrer Immigration und ihrer ... leicht exzentrischen und doch eben ganz normalen russischen Familie... Das sind wunderbare kleine Miniaturen, voller Schlichtheit, Humor und Genauigkeit... Wörter und Sätze, hinter denen sich die großen Gefühle verbergen."
Jüdische Allgemeine
"...wahrscheinlich ist es genau diese trockene Sicht auf die Dinge, die ihr und um sie herum passieren, die Lena Goreliks Art zu schreiben so eingänglich und ihre Bücher so gut machen."
Süddeutsche Zeitung
Zur Autorin Lena Gorelik
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