Ferenc Karinthy
Das goldene Zeitalter
Roman
Titel der Originalausgabe: L'age d'or
Aus dem Ungarischen von György Buda
Umschlag unter Verwendung einer Photographie von
Joseph Breitenbach (Ausschnitt, 1933)
128 Seiten
Euro 16,80 sFr 29,70
ISBN 978-3-86555-031-6
„Komisch, makaber, zärtlich“
Joseph Beregi, Frauenheld, Genußmensch und Fußballfan, untergetaucht in einem Budapester Luftschutzkeller, weiß, daß er nichts mehr zu verlieren hat. Und nur weil er sein Leben bis zuletzt in vollen Zügen auskostet, wird er gerettet. Das Meisterwerk des großen ungarischen Autors Ferenc Karinthy erstmals auf deutsch.
Budapest im Dezember 1944. Die Russen stehen vor der Stadt, die ungarischen Pfeilkreuzler sind auf der Jagd nach den letzten untergetauchten Juden. Einer von ihnen, Joseph Beregi, ein Charmeur, Frauenheld und Fußballfan, trotzt der Gefahr, indem er unbeirrt seinem hedonistischen Lebensprinzip treu bleibt. Die kleine Hure Nelly, die ihn liebt, beschützt und versteckt, ist die erste im Reigen schöner Frauen, die Beregi verführt, als er schon nichts mehr
zu verlieren hat. Während die Bomben auf die Stadt niedergehen, setzt er im Luftschutzkeller,
wo nur noch Frauen und Kinder leben – die Männer sind an der Front -, seinen unwider-stehlichen Charme ein: Er läßt sich bekochen von Frau Ferenzcy, der wohlhabenden, großbürgerlichen Gattin eines Offziers, er verfällt der neckischen Anmut ihrer siebzehnjährigen Tochter - bis ihn am Ende die gefährliche Mikuzc entdeckt und zur Donau führt...
Eine zärtliche, makabre Komödie, ein Märchen, dessen Held Beregi der Barbarei der Geschichte seinen instinktiven Willen zum Glück entgegensetzt.
Leseprobe
Pressestimmen:
Der "Zauber dieser Geschichte...: Sie funktioniert gegen alle Logik und setzt dem Schrecken und der Angst eine tiefe Lust am Dasein entgegen - und an der Liebe." Brigitte
"...ein literarisches Spiel am Abgrund... seiner zärtlich-grotesken Liebeserklärung an das Leben wird man als seelenvoller Leser die Gunst nicht verweigern wollen."
Neue Zürcher Zeitung
"eine Erzählung, die von der Liebe in Zeiten des Notstands berichtet. Beregi ist Frauenheld, Fussballfan und einer jener Männer, denen man nicht blöse sein kann, auch wenn sie einem mit leichter Hand das Herz brechen.Vom Mangel und der Zumutung Krieg erzählt das Buch wie nebenbei." Aargauer Zeitung
„Das Glücklichseinwollen rettet Beregi das Leben, und diese Geschichte rettet unseres. Ein wunderbares Buch...“ Gael
„Im Zeitalter der Barbarei überlebt nur, wer Antiheld ist, wer die genussreichen Seiten des Lebens auskostet, während der Rest der Welt in Finsternis versinkt.“
Le Journal de Saone et Loire
„Voller Humor und Ironie …“ Le Télégramme
„Das ganze Buch bezieht seine Kraft aus diesem Spannungsverhältnis: der dramatischen historischen Situation und der frivolen Nonchalance des Helden. Es ist sein unbeschwertes Genießertum, das die Barbarei der Menschen, die ihn jagen, als lächerlich decouvriert.“
Courrier de Genève
Zum Autor Ferenc Karinthy
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