János Székely
Der arme Swoboda
Roman
Aus dem Englischen von Leon Scholsky
Leinen, mit Schutzumschlag und Lesebändchen
176 Seiten, € 18,80 sFr 32,80
ISBN 978-3-86555-027-9
"Eine wunderbare Satire ... ein ganz beeindruckendes, zorniges Buch über Zivilcourage, sehr schön geschrieben, da sitzt jeder Gedanke ..."
Elke Heidenreich, Lesen!
Zum ersten Mal auf deutsch: János Székelys brillante, visionäre Parabel um den böhmischen Dienstmann Swoboda erschien als Roman bereits 1941 in New York und feierte 1944 als Theaterstück am Broadway Triumphe. Es ist Swoboda, der gutmütige Narr, durch dessen Augen der politische Wahnsinn, wenn er Methode hat, in seinem grellsten Licht leuchtet.
Ein beschauliches Städtchen in Böhmen, in dem man wahrscheinlich vor Langeweile eingehen würde, gäbe es nicht ein paar Exzentriker, die für Gesprächsstoff sorgen. Einer davon ist Swoboda, der Dorftrottel, der seit einem Vierteljahrhundert im Bahnhof herumlungert und darauf wartet, daß einer der wenigen Reisenden, die sich hierher verirren, ihn damit beauftragt, die Koffer zu tragen. Aber eines schneereichen Tages im März 1939 fallen die deutschen Truppen ein, und schon wird der Gepäckträger aus heiterem Himmel beschuldigt, ein Attentat gegen Hitler geplant zu haben...
Anhand des Schicksals des gutmütigen Einfaltspinsels Swoboda wird in diesem meisterhaften Roman, der seine Figuren ebenso liebevoll wie satirisch schildert, eine kurze, aber tödliche Epoche lebendig, die sich jedoch jederzeit und überall wiederholen könnte. Durch die Augen eines Narren sieht die Wahrheit hinter den großen Weltereignissen erschreckend klar aus: Menschenverachtung bringt Feiglinge ebenso hervor wie Märtyrer.
Pressestimmen:
"Wie es dazu kommt, dass der Mann, der gar 'nichts kapiert', sich auf der Seite des Widerstands gegen die Okkupanten findet, davon handelt der Roman, der in grausamer Zeit spielt, aber vorwiegend aus amüsanten Schnurren und Anekdoten besteht... [Székelys] Stärke sind kauzige Charaktere und feuilletonistisch blitzende Formulierungen."
Karl-Markus Gauss, Süddeutsche Zeitung
"Bis heute hat dieses visionäre Lehrstück über den politischen Wahnsinn eines totalitären Systems nichts an Aktualität verloren... Nach Verlockung darf Der arme Swoboda als weitere Entdeckung gelten." OTZ
"Die Wiederentdeckung von János Székely geht weiter - zum Glück... eine herrlich bittersüße, hintersinnig satirische Parabel... ein kleines großes Buch."
Augsburger Allgemeine
"Die Moral von der Geschicht ist einfach: Das Auge eines Narren sieht bisweilen klarer als aller gesunder Menschenverstand und Swoboda sieht bis auf den Grund nationalsozialistischer Herrschaft... Noch besser als Schweijk, Swoboda hat das Zeug einer der großen Schelme der Weltliteratur zu werden."
Sigrid Gaisreiter, Kulturküche
„In seinem glasklaren Stil spricht János Székely ganz beiläufig die essentiellsten Themen des Lebens an. Die Geschichte spielt in der Tschechoslowakei von 1939, aber wir sind es, von denen er spricht.“
Jean-Christophe Buisson, Figaro Magazine
„...seit Anatole France gab es keine vergleichbare Geschichte mehr...“
Herald Tribune, 21.3.1943
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