SchimerGraf Verlag

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Stephen Vizinczey
Wie ich lernte, die Frauen zu lieben

Roman
Aus dem Englischen von Carina von Enzenberg
Titel der Originalausgabe: In Praise of Older Women
Umschlagphoto: David Seidner, Daniela Stinea (Ausschnitt), 1987
304 Seiten, Erfolgsausgabe € 10,-  sFr 34,30
ISBN 978-3-86555-047-7

Leseprobe

Und tatsächlich ist dieser Roman so erfrischend, so lässig, so unterhaltend und so fein, daß er es verdient hat, sich noch einmal ein großes Publikum zu erobern.“ Süddeutsche Zeitung

"Eines der lesbarsten, eines der vergnüglichsten, eines der weisesten Bücher der Weltliteratur. Arno Widmann


Der berühmte erotische Klassiker aus dem Jahr 1966 in neuer deutscher Übersetzung. Ein Weltbestseller, dessen Publikationsgeschichte fast so ereignisreich und spektakulär ist wie das Schicksal seines Protagonisten.  András Vajda, Literaturprofessor an einer amerikanischen Universität, verneigt sich rückblickend vor den Frauen, die ihn im Budapest der Nachkriegszeit die Liebe lehrten. Er tut dies zu einer Zeit, als auf seinem Campus der Teenagerkult gerade seine erste Blüte erlebt.


„Es begann mit den Teegesellschaften meiner Mutter, damals, in unserer luftigen Budapester Wohnung: Einmal pro Woche lud sie ihre Freundinnen ein,  aus meiner Sicht ein Haufen wunderbar nach Puder und Parfum duftender Frauen, die sich mit ihrem Geplauder über Ehe und Mode, über Krieg und Dinge, von denen ich nichts verstand, hinwegtrösteten über den Verlust einer vergangenen, unwiederbringlichen Zeit. Ich liebte sie alle, aber am meisten  meine pummlige Tante Alice mit ihrem hübschen, runden Gesicht...“
    Es sind diese frühen Kindheitserinnerungen, die das Frauenbild des jungen András für immer prägen. Jene Zärtlichkeit und Sinnlichkeit, jener warmherzige Humor ist es, auf dessen ewige Suche er sich macht, nachdem er durch die Wirren des Krieges von seiner Mutter getrennt wird und sich schon als Elfjähriger alleine durchschlagen muß. Entsprechend früh erhält András‘ Interesse fürs andere Geschlecht eine beunruhigende neue Dimension. Aber erst Maya, die sanfte, geheimnisvolle Bibliothekarsgattin, eine Nachbarin András‘ zu Studentenzeiten, offenbart ihm die Erkenntnis, die sein lebenslanges Credo wird: Man sollte sich nur von erfahrenen Frauen zeigen lassen, wie die Liebe geht.
    Klári und Ilona, Zsuzsa und Boby,  Paola und Ann – András ist der Mann, der die Frauen liebt, und dies nicht als zynischer Schürzenjäger oder Don Juan, sondern als aus seiner alten Welt Vertriebener, als Exil-Europäer, für den die Frauen zur wahren Heimat geworden sind.


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